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Wann wird das Belastungs-EKG in der Diagnostik eingesetzt?

Das Belastungs-EKG wird in der Diagnostik eingesetzt, um körperliche Belastungen des Herzens zu testen und mögliche Herzprobleme aufzudecken. Es wird oft bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit (KHK) eingesetzt, um eine Ischämie (Minderdurchblutung) des Herzmuskels während Belastung zu erkennen. Auch bei anderen Herzerkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Herzklappenfehlern oder Herzinsuffizienz kann das Belastungs-EKG helfen, eine Diagnose zu stellen. Es kann auch bei Patienten eingesetzt werden, um die Wirksamkeit einer Therapie zu überwachen und den körperlichen Trainingszustand zu beurteilen.

Wann wurde die Ergometrie korrekt durchgeführt?

Eine korrekt durchgeführte Ergometrie erfordert eine sorgfältige Vorbereitung des Patienten, eine geeignete Auswahl der Belastungsintensität und eine präzise Messung der Blutdruck- und EKG-Werte während der gesamten Testdauer. Die Einhaltung der folgenden Standards trägt zu einer korrekten Durchführung bei:

  • Der Patient sollte in den letzten Stunden vor der Ergometrie keine koffeinhaltigen Getränke, Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen haben.
  • Der Patient sollte bequeme Kleidung und Turnschuhe tragen.
  • Der Arzt sollte den Patienten über den Ablauf des Tests informieren und auf mögliche Risiken oder Unannehmlichkeiten hinweisen.
  • Der Arzt sollte eine geeignete Belastungsintensität wählen, die auf das Alter, Geschlecht und körperliche Verfassung des Patienten abgestimmt ist.
  • Während der Ergometrie sollte der Arzt regelmäßig den Blutdruck, Puls und das EKG des Patienten überwachen.
  • Der Test sollte abgebrochen werden, wenn der Patient Schmerzen, starke Erschöpfung, Schwindel oder andere ungewöhnliche Symptome zeigt.

Die Sensitivität und Spezifität der Ergometrie hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie der Auswahl der Patienten, der Erfahrung des Arztes und der Qualität der Ausrüstung. In der Regel beträgt die Sensitivität der Ergometrie etwa 70-80%, was bedeutet, dass sie bei 70-80% der Patienten, die eine koronare Herzkrankheit haben, ein positives Ergebnis liefert. Die Spezifität beträgt etwa 60-70%, was bedeutet, dass sie bei 60-70% der Patienten, die keine koronare Herzkrankheit haben, ein negatives Ergebnis liefert.

 

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Wie ist eine Ischämie definiert?

Eine Ischämie ist eine Störung der Blutversorgung von Geweben oder Organen, die zu einer Minderversorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen führt. Ischämien können durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, wie beispielsweise durch eine Verengung oder einen Verschluss von Blutgefäßen, ein Blutgerinnsel oder eine Erkrankung des Herzens. Die Folgen einer Ischämie können je nach Schweregrad und betroffenem Gewebe oder Organ unterschiedlich sein und reichen von leichten Funktionsstörungen bis hin zu irreversiblen Schäden oder sogar zum Absterben des Gewebes.

Eine Ischämie im EKG wird durch Veränderungen der ST-Strecke und der T-Welle gekennzeichnet. In der Regel kommt es bei einer Ischämie zu einer horizontalen oder abfallenden ST-Streckensenkung von mehr als 1 mm in zwei benachbarten Ableitungen des EKGs. Diese Veränderungen können auch von einer inversen T-Welle begleitet sein. Eine Ischämie im EKG kann auf eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels hinweisen, die durch eine Verengung oder einen Verschluss der Herzkranzgefäße verursacht wird.

Welche Werte werden bei der Ergometrie gemessen?

Bei der Ergometrie (auch Belastungs-EKG genannt) werden verschiedene Parameter gemessen, um die körperliche Leistungsfähigkeit und die Reaktion des Herzkreislaufsystems auf körperliche Belastung zu bewerten. Dazu gehören:

  1. Elektrokardiogramm (EKG): Es wird die elektrische Aktivität des Herzens während der Belastung aufgezeichnet.
  2. Blutdruck: Der Blutdruck wird regelmäßig während der Belastung gemessen, um Veränderungen im Blutdruck zu beobachten.
  3. Puls: Der Puls wird kontinuierlich während der Belastung gemessen, um die Herzfrequenz und die Herzratenvariabilität zu beobachten.
  4. Atemgase: Die Konzentration von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut wird während der Belastung gemessen, um die Sauerstoffaufnahme und den Stoffwechsel des Körpers zu bewerten.
  5. Laktat: Die Laktatkonzentration im Blut wird gemessen, um den Grad der anaeroben Energieproduktion während der Belastung zu bewerten.
  6. Belastungsstufen: Die Belastungsstufen werden in Watt oder Metabolischen Äquivalenten (METs) gemessen, um die Leistungsfähigkeit des Patienten zu bewerten und den Trainingseffekt zu bestimmen.

Durch die Messung dieser Parameter können Ärzte die körperliche Leistungsfähigkeit eines Patienten bewerten und die Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen optimieren.

Wie hoch ist die Herzfrequenz bei der maximalen Belastung?

Die maximale Herzfrequenz hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Alters und der körperlichen Verfassung des Patienten. Eine grobe Schätzung der maximalen Herzfrequenz kann mit der Formel „220 minus Lebensalter“ vorgenommen werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise bei einem 40-jährigen Patienten die maximale Herzfrequenz etwa bei 180 Schlägen pro Minute liegen würde. Jedoch ist zu beachten, dass diese Formel nur eine grobe Schätzung ist und bei jedem Patienten individuell variieren kann. Bei einer maximalen Belastung während des Belastungs-EKGs kann die Herzfrequenz je nach körperlicher Verfassung des Patienten und Belastungsintensität höher oder niedriger sein.

Was sind die Abbruchkriterien bei der Ergometrie?

Die Abbruchkriterien bei der Ergometrie sind standardisiert und dienen dazu, die Sicherheit des Patienten während der Belastung zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Abbruchkriterien gehören:

  • Schwere Brustschmerzen oder Angina pectoris
  • Blutdruckanstieg auf einen systolischen Wert von über 250 mmHg oder einen diastolischen Wert von über 120 mmHg
  • Blutdruckabfall auf einen systolischen Wert von unter 80 mmHg
  • Herzrhythmusstörungen, die zu einer Beeinträchtigung der Pumpleistung des Herzens führen
  • Ausgeprägte Erschöpfung oder Schwindelgefühl
  • Zeichen einer akuten Myokardischämie (z.B. ST-Streckenveränderungen im EKG)

Wenn eines dieser Kriterien während der Belastung erreicht wird, wird die Ergometrie abgebrochen und es wird eine angemessene medizinische Versorgung eingeleitet.

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